Belagwechsel an der Trommelbremse

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Vorwort

Diese Anleitung soll in groben Zügen erklären, wie die hinteren Bremsbeläge am Lada Niva gewechselt werden. Sie ist nicht nur für Leute gedacht die Werkstattkosten sparen möchten. Der geneigte Leser wird seine Gründe gehabt haben weshalb er sich ausgerechnet für einen Niva entschieden hat. Gedanken wie selber schrauben, sein Schätzchen am Laufen halten und Spaß dabei haben waren sicher mit im Spiel. Noch ein wichtiger Hinweis, der Autor übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit dieser Anleitung. Jeder der an seinem Fahrzeug schraubt tut dies in Eigenverantwortung! Los geht’s.

Anleitung

Nach dem Aufbocken sicherstellen dass der Wagen nicht weg rollen oder abkippen kann. Reifen runter und Handbremse lösen. Mit etwas Glück lässt sich die Bremstrommel jetzt schon abnehmen. Wenn nicht können leichte Schläge mit einem Schonhammer helfen.

Aber bitte mit Bedacht! !! Die Trommel ist aus weichem Alu und kann sich verformen. Hier die Variante mit massivem Mittel.....einem Abzieher aus den LKW-Bereich.

Der Deckel muss ab

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Die Vertiefung in der Mitte wird gleich gebraucht.

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Werkzeug ansetzen und....

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darauf achten dass die Krallen nur auf den Rand der Trommel drücken und nicht auf das Blech.

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Schaut gut aus und gegen mitdrehen hilft ein Hebeleisen.

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Die Bremstrommel löst sich mit einem lauten Knall.

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Die untere Feder und das Seil Der Handbremse.

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Hier sieht man den Bremszylinder, die obere Feder und den Hebelbolzen mit Splint für den Hebel der Handbremse.

Unter der Feder ist die Abstandsplatte der Bremsbacken.

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Die Stütze der Bremsbacke.

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Hier nochmal der Hebel für die Handbremse und die Öse vom Seilzug.

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Als erstes müssen die Federn raus. Dazu kann man einen Draht nehmen und das andere Ende um eine Zange wickeln. Wie das aussieht sieht man nachher noch.

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Mit Zange und Draht komm ich bis.......

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Die obere Feder ist nun auch raus.

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Jetzt muss dieser Bolzen raus.

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Nun lässt sich der Bolzen mit einem Schraubendreher nach hinten rausdrücken. Die Unterlag-Scheibe nicht verlieren.

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Auffangen nicht vergessen.....der wird wieder gebraucht.

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Jetzt kommt die Stütze dran. (weshalb man das lommeliche Teil Stütze nennt ist mir schleierhaft) Den Deckel nach hinten drücken und um 90° drehen.

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Aufgepasst.....das sind drei Teile.

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Nun kann der Hebel und Bremsbelag bequem rausgenommen werden.

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Die Stütze nicht vergessen.

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Die Abstandsplatte.

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Merken wie rum die drin war. Linke Seite gehört auf die Seite vom Hebel der Handbremse. Erkennbar am Treppenförmigen Ausschnitt.

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Gleiches Prozedere mit der Stütze an der zweiten Bremsbacke. Deckel eindrücken und drehen bis die Zapfen deckungsgleich mit dem Auschnitt sind.

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Nun ist alles raus.

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Da jetzt alles raus war hab ich erst mal mit einer groben Drahtbürste alles, auch die Kleinteile vom groben Schmutz und Rost befreit. Am Bremszylinder mit der Bürste aufpassen. Nicht das man die Gummis dabei beschädigt. Da ist eine Zündkerzen-Bürste die bessere Wahl. Die ist deutlich weicher.

Vorher....

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Nachher.

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Jetzt kommt der angenehme Teil der Arbeit.....der Zusammenbau.

Bremsbacke in der unteren Führungsplatte ansetzen...

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Haltestift (Stütze) einsetzen....

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den unteren Deckel (kann auch Teller heißen) der Stütze rein...

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dann die Feder einsetzen.

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Und den Deckel wieder drauf. Damit wäre die erste Bremsbacke fertig.

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An dieser Stelle aufgepasst. Die zwei Deckel oder Teller unterscheiden sich durch eine Ausbuchtung. Das Teil mit der Ausbuchtung kommt nach oben. Darin arretiert der Stift und ist gegen eigenständiges ausdrehen gesichert.

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Nun setzt man den Hebel wieder zusammen. Und einen neuen Splint verwenden. Daran sollte man nicht sparen.

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Den Hebel wieder am Seil einhängen.

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Die Abstandsplatte richtig rum wieder einstzen.

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Und nun wieder die Geschichte mit der Stütze.

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Kontrolle ob unten alles richtig sitzt.

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Dann kann die obere Feder wieder rein. Auch hier kann man wieder einen Draht als Hilfsmittel verwenden.. Man beachte dass die offenen Enden der Feder nach hinten zeigen.

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Es gibt mit Sicherheit auch andere Wege um die Feder einzuhängen. Wir haben uns auf die Schnelle auf diesem Weg beholfen.

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Die untere Feder haben wir auf die selbe Weise eingebaut.

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Nun ist wieder alles zusammen und fast wie neu. Noch einige Stellen mit Kupfer- und Alu-Paste eingeschmiert.

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Die Trommel wieder drauf und testen wie und ob sie sich drehen lässt. Das das Handbremsseil nachgestellt werden muss erklärt sich eigentlich von selbst und soll trotzdem nicht unerwähnt bleiben. Noch ein Tipp: Mit etwas Schmirgel-Leinwand an den Kanten der neuen Beläge ein kleine Fase anschleifen. Dann liegen die Beläge gleich voll in der Trommel an.

Fertig, das war es.



Belagwechsel an der Trommelbremse im PDF-Format in hoher Auflösung deutsch

Hier kann man .....

Belagwechsel an der Trommelbremse


Videos zum Thema

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