Lada 4x4 M

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Lada 4x4 M

Ende April/ Anfang Mai 2010 soll der Lada 4x4 M offiziell in Deutschland eingeführt werden. Folgende Änderungenen sind aufgrund der im Sommer 2009 stattgefundenen Homologation in Frankreich zu erwarten:


Exterieur


Äußerlich fällt die vergrößerte Standlicht-Blinkeinheit über den Scheinwerfern auf, welche nun den kompletten Raum der Karosserieaussparung einnimmt und dadurch die Spaltmaße verringert. Eine weitere Neuerung stellen die größeren Außenspiegel dar, welche sich nun auch von innen mechanisch einstellen lassen. Damit dürfte auch das Problem der einklappenden Spiegel bei höheren Geschindigkeiten der Vergangenheit angehören.

Interieur


Der Innenraum wurde durch neue Sitze aufgewertet. Die Vordersitze versprechen einen besseren Seitenhalt. Die Rücksitzbank wurde anders konstruiert und erhält dadurch einen anderen Winkel für die Rückenlehne, wodurch die Ergonomie für Passagiere im Fond verbessert wird. Das Umklappen der Rücksitzbank erfolgt nun dadurch, dass zuerst die Sitzbank gegen die Vordersitze geklappt und anschließend die Rückenlehne umgelegt wird. Noch nicht umgesetzt wurde das neue Stoffdesign, welches den Innenraum aufgrund der verwendeten 2 Farben insgesamt aufwertet, sowie die Kunststoff und Stoffeinsätze in den Farben der Sitze für die Seitenverkleidungen. Zur Verbesserung der Sicherheit für die Kleinen soll das einfach zu bedienende Befestigungssystem für Kindersitze ISOFIX eingesetzt werden, welches jedoch auch noch nicht umgesetzt wurde.


Kombiinstrument VDO 2110

Eine weitere Neuerung stellt das Kombiinstrument dar, welches vom Samara2 Projekt übernommen wurde. Neben einer digitalen Uhr verfügt es über die Anzeige der Gesamt- und Tageskilometer, sowie Außentemperatur und Bordspannung. Bei Unterschreiten der Außentemperatur von 4°C warnt die Anzeige durch ein 15 Sekunden andauerndes Aufblinken der aktuellen Temperatur vor einer drohenden Frostgefahr. Mit der integrierten Tankanzeige wurde nun auch das Problem der ungenauen Anzeige bei Kurvenfahrten gelöst.


Hier ein Link wie man die Funktion des Kombiinstrument testen kann: Funktionstest Kombiinstrument Niva "M" 2011.

Technik


Motor + Antrieb

Das Kraftstoffsystem wurde grundlegend neu überarbeitet. Der Kraftstofffilter ist vom Motorraum unter den Fahrzeugboden verschoben worden. Mit Einführung von Euro 5 ab 2011 erfolgt die Ansteuerung der Drosselklappe ausschließlich elektronisch - der Gaszug entfällt. Weiter Änderungen werden hier beschrieben. Durch die Verwendung von Schnellverbindern vereinfacht sich die Wartung erheblich. Das frühere Problem von häufig undichten Wasserpumpen wird durch neue Simmerringe behoben. Generell wird auf Dichtungen mit Silikonbördel zurückgegriffen, welche dauerelastisch bleiben. Hierdurch entfällt ein späteres Nachziehen. Das Zwischengetriebe wird mit Silikondichtmasse anstelle einer Papierdichtung montiert. Ein verbessertes Lüftungssystem mit Ventil schließt eine Überdruckbildung aus. Bis zur Einführung des Gleichlaufgelenks werden die Kardanwellen unter strengeren Qualitätsansprüchen gefertigt und fein gewuchtet. Die wohl interessanteste Neuerung stellt das Gleichlaufgelenk anstelle des Kreuzgelenks dar. Hierdurch wird eine homogene Kraftübertragung auf die Vorder- und Hinterachse erreicht, was sich beim Fahren durch weniger Vibrationen bemerkbar macht. Weiterhin werden die Betriebsgeräusche durch das Gleichlaufgelenk, die neuen Lagerblöcke der Motoraufhängung und einer verbesserten Isolierung des Motorraumes zum Innenraum minimiert.

Kupplung

Die bisherige Kupplung (200mm) wird durch eine größere Valeo Kupplung (215mm), welche vom Chevy Niva stammt, ersetzt. Die Lebensdauer soll nun 120 000 km betragen. Durch einen modifizierten Kupplungsdämpfer werden Vibrationen und Geräusche vermindert. Das Kupplungspedal wurde ebenfalls erneuert, wodurch es sich leichter treten läßt und aufgrund des kürzeren Wegs eine bessere Rückmeldung erreicht wird.

Die Kupplungsnehmermanschette ist leider sehr anfällig und schon manchmal nach 10000km Laufleistung defekt.

Da die Manschette als Ersatzteil z.Z. in Deutschland schwer zu beschaffen ist, haben findige Nivanutzer dafür schon eine Lösung gefunden.


Vorderradaufhängung

Die Vorderradaufhängung wurde überarbeitet. So entstammt der Achsschenkel (blau) dem Chevy Niva. Der untere Dreieckslenker(rot) ist mit größeren Gummibuchsen ausgestattet. Insgesamt wurden sämtliche Gummidämpfer optimiert. Der Lenkrollenradius ist von 24mm auf 1.4mm verringert worden. Der untere Bolzen des Dreieckslenkers wurde um 2mm auf 18mm verstärkt. Ebenfalls verstärkt wurde die obere Stoßdämpferaufnahme. Größere Stoßdämpfer und ein anderer Radsturz sorgen für ein besseres Fahrverhalten und mehr Stabilität.

Hinterachse

Die hinteren Stoßdämpfer (früher an der hinteren Quertraverse befestigt) wandern ein Stück nach außen und stehen jetzt im Radkasten leicht nach vorn geneigt. Zusammen mit der geänderten Führung der Längslenker können nun auch Seitenkräfte aufgenommen werden. Wie auch bei der Vorderradaufhängung kommen hinten vergrößerte Stoßdämpfer zum Einsatz. Allgemein ist das Fahrverhalten nun vergleichbar mit dem Kalina/Priora. Weiterhin ist durch die Fahrwerksoptimierung eine Verbesserung des Fahrkomfort festzustellen. Das typische "Springen" und "Poltern" auf schlechten Straßen wurde reduziert und insgesamt ist eine verbesserte Stabilität und Straßenlage zu vernehmen.

Bremsen

Der Lada 4x4 M erhält einen größeren Bremskraftverstärker (9" statt 8"), welcher vom Kalina stammt, und neue Hauptbremszylinder aus Aluminium (22,22mm statt 20.64mm), wodurch der Bremspedalhub um 15% und der Kraftaufwand beim Bremsen um 30% reduziert wird.

noch nicht bestätigte Neuerungen (Gerüchte)


Gegen Ende 2010 soll es neue Motoren geben, welche die Euro 5 Norm erfüllen. Verstärkte 2-Reihen Lagerung für die Ausgangswellen vom Zwischengetriebe. "Luxus" Version mit 205/75R15 Bereifung, Dachreling, elektrisch verstellbare Spiegel, Innenraumbeleuchtung und Sitzheizung. Die tatsächlich durchgeführten Änderungen werden in diesem weiterführenden Artikel behandelt.
[1]



Zwischenserie

Bis zur offiziellen Einführung des Lada 4x4 M, gab es eine Zwischenserie, welche nur über die "Grauimporteure" erhältlich war. Aufgrund fehlender EG-Papiere wurden keine Modelle der Zwischenserie über den offiziellen Importeur eingeführt und angeboten. Diese Zwischenserie enthält bereits das modifiziertes Kombiinstrument mit einer digitalen Anzeige für Uhrzeit, Außentemperatur und Bordspannung, sowie einer Anzeige für den Gesamt- und Tageskilometerzähler. Weiterhin sind bereits alle technischen Änderungen (außer das Gleichlaufgelenk) wie Fahrwerk, Kupplung und Bremse vom 4x4 M umgesetzt.


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